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December 02 2015

ME003 Raumzeit Update

Jetzt habe ich bei meinem letzten Metaebene-Update ganz vergessen, mich zu Raumzeit zu äußern. Das hole ich hiermit nach.

December 01 2015

ME002 Stand der Dinge (Herbst 2015)

Es ist so einiges passiert und ich wollte mal wieder kurz einen Überblick über alle Produktionen der Metaebene geben und was sich geändert hat.

Raumzeit: Season 2

raumzeit-icon-1400x1400Mit Freude kann ich bekannt geben, dass die beliebte Podcast-Produktion Raumzeit nach einer längeren Pause wieder regelmäßig fortgesetzt werden wird. Die Veröffentlichungsfolge wird nicht ganz an die frühere 14-tägige Erscheinungsweise anknüpfen können und zunächst auch nicht so genau getaktet sein, aber mit monatlichen Veröffentlichungen darf gerechnet werden.

Zum Hintergrund: Raumzeit wurde vor fünf Jahren gemeinsam von Metaebene, ESA und DLR konzipiert und produziert. Nach vier Jahren endete die Finanzierung durch ESA und DLR und Raumzeit selbst ging komplett in die Verantwortung der Metaebene über. Das komplette Archiv ist und bleibt auch künftig online verfügbar und wird nun sukzessive um weitere Sendungen ergänzt.

02_ZGP_2009

Neuer Partner

Als neuen Partner des Projekts konnte ich das Zeiss-Großplanetarium in Berlin gewinnen. Und über diese Kooperation freue ich mich besonders, denn einerseits ermöglicht die Unterstützung schlicht die einfache Produktion neuer Sendungen, andererseits kommen hier auch zwei Projekte zusammen, die sich gegenseitig gut ergänzen können.

Das Zeiss-Großplanetarium wird derzeit komplett umgebaut und wird 2016 als vollständig modernisiertes Planetarium mit aktueller Technik wieder erstaunliche Ausblicke auf das Universum bieten. Doch vor allem wird es nicht nur astronomische Erkenntnisse liefern: das neue Planetarium wird darüberhinaus als hochmodernes Wissenschaftstheater auch Einblicke in alle anderen wissenschaftlichen Themen bieten und selbst als attraktiver Veranstaltungsort den unterschiedlichsten Darbietungen eine neue Heimat bieten.

Für die Hörer von Raumzeit allerdings wird sich wenig ändern. Das Konzept von Raumzeit bleibt das gleiche auch wenn es, thematisch eher noch etwas breiter aufgestellt sein wird. Doch im Mittelpunkt steht nach wie vor die Vermittlung der spannenden Hintergrundinformationen zu Raumfahrtmissionen, Technik, Wissenschaft und damit verbundenen Erkenntnissen. Ich hoffe ihr seid alle mit dabei und bleibt abonniert.

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November 21 2015

10 Jahre Metaebene

Irgendwann im Jahre 2004 stieß ich Rahmen meiner damals verhältnismäßig intensiven Beschäftigung mit Blogs auf den Begriff “Podcasting”, der im Februar des Jahres erstmals von Ben Hammersley ausgerufen wurde und der im Kern einen kleinen technischen Kunstgriff beschreibt, der aus dem Verbreitungsformat für Blogs – RSS – ein Verbreitungsformat für Radio macht. Dave Winer, der mich schon früher mit dem ersten Präsentationsprogramm MORE und dem Konzept der Outliner überzeugt hat, war auch hier wieder verantwortlich. Ein Teufelskerl.

Ich erinnere mich immer noch gut an diesen speziellen Moment, in dem mir klar wurde, dass damit das Tor zu einer komplett neuen Medienwelt aufgestossen wurde. Shock and awe. Nichts würde mehr so sein, wie es war.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon über die erstaunliche Zeit von 9 Jahren das Chaosradio mitgestaltet und habe die Kraft des Gesprächs von Anfang bewundert und mich viel über die Einschränkungen der UKW-Distribution geärgert. No more. Podcasting würde diese Grenzen sprengen und einem die Macht geben, jenseits dieser Limitierung die Inhalte zu produzieren, die man für richtig hält für ein Publikum, dass das richtige dafür ist.

imageOh my god, it’s full of stars!

Bis ich dann selbst meinen ersten Podcast veröffentlichen wurde sollte es noch ziemlich lange dauern, aber mein Entschluss stand eigentlich sofort fest. Doch wollte ich mich dem Medium selbst zunächst intensiv nähern und begann manisch alles an Podcasts aufzusaugen, was bei drei nicht auf den Bäumen war. Das nächste Jahr stand mein iPod nicht mehr still und ich setzte die Kopfhörer eigentlich nur zum Duschen und Schlafen ab. Ich tunnelte mich durch zahlreiche fremde Subkulturen und tauchte in Welten und Freundeskreise ein, die mir bis dahin verborgen blieben.

Yeast Radio war dabei der Katalysator schlechthin und für mich der wichtigste Einfluss überhaupt. Eine (damals) tägliche Dosis Wahnsinn aus der US-amerikanischen Schwulenszene schraubte meine Standards schnell nach oben, denn durch kontinuierliches Hören und Mitfühlen merkte ich schnell, welche persönliche Power in Podcasts stecken kann und mit welcher Intensität man Leute an seinem Leben teilhaben konnte ohne dabei nur von sich selbst zu reden oder sich laufend zu wiederholen.

Probier’s mal … mit Persönlichkeit

Wenn ich zu Podcasts befragt werde, ist es diese These, die ich laufend wiederhole: Podcasts sind für mich das mit Abstand persönlichste Medium überhaupt.

Denn Podcasts sind sowohl sehr persönlich in der Art wie sie produziert werden: die Podcaster prägen ein Format vor allem durch sich selbst. Keine “Radiostimme”, kein Sendergleichklang, keine diffuse Zielgruppe die erreicht oder nicht erreicht werden soll, kein kleinster gemeinsamer Nenner. Das einzige was zählt ist Originalität, Haltung und Persönlichkeit. Je mehr davon, desto besser. Es ist fast egal, womit man sich der Öffentlichkeit stellt, Hauptsache man tut es mit Rückgrat und einer bestimmten Geradlinigkeit. Dabei können alle Brüche der eigenen Persönlichkeit zu Tage treten. Es ist die schiere Existenz einer Persönlichkeit, die zählt und die am Ende honoriert wird.

Und Podcasts sind ausgesprochen persönlich in der Art wie sie konsumiert werden. Menschen wählen sich ihre Kanäle sehr genau aus. Sie brauchen ihre Zeit, bis sie damit warm werden. Doch dann investieren sie sehr viel Zeit in das Hören und bringen ein Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration mit, die ich bei keinem anderen Medium je beobachtet habe. Kein Text im Internet, kein Video auf YouTube das mit der selben Detailtreue verfolgt, der gleichen Reflektion begleitet und einem maximalen Wohlwollen aufgenommen wird. Die Podcaster werden geradezu an der Hand auf das Sofa geführt um dort ihre Kapriolen zu vollziehen und die Hörer widmen sich dem Inhalt mit einer Nähe, Liebe und Vertrautheit auf die man eifersüchtig werden kann.

Ich empfinde es nach wie vor als ein großes Geschenk, wie meine Sendungen von manchen Hörern aufgenommen und kritisch und wohlwollend begleitet werden. Ich bin stellenweise überrascht und erschreckt, wieviel sie zwischen den Zeilen herausgelesen bekommen und wie viel Verständnis für einen selbst dabei entsteht. Es gibt so eine merkwürdige Verbundenheit auf beiden Seiten obwohl man eigentlich nichts voneinander weiß, aber wenn man sich trifft und ein paar Worte wechselt fühlt es sich für beide Seiten an, als würde man sich seit Jahren kennen.

Chaosradio Express

chaosradio_express-logo-300x3002005 fing ich dann irgendwann an Wissen und Mittel zusammenzutragen, um meine erste eigene Produktion durchzuführen. Ein Problem war, dass ich von Tuten und Blasen eigentlich keine Ahnung hatte. Ich hätte nicht mal den Unterschied zwischen einem dynamischen und einem Kondensatormikrofon erklären können und ich musste alle Bezeichnungen und Abkürzungen für die ganzen Stecker und Buchsen langsam buchstabieren um irgendwann in die Nähe einer Peilung zu geraten.

Aber die Büchse der Pandora war für mich schon lange geöffnet und ich fuchste mich Schritt für Schritt in die Materie rein. Mikrofone, Kopfhörer, Mischpulte, Kabel, Interfaces und Audio-Software. Meinem natürlichen Instinkt zum Übertreiben und Perfektionieren folgend kaufte ich mir tonnenweise Zeug zusammen und bastelte und testete und prüfte und machte und tat. Und ich ließ mir Zeit. Doch dann, im Juni 2005, kam Apple und veröffentlichte mit iTunes 4.9 den missing link: ein Podcast-Verzeichnis und die Synchronisierung von Podcasts auf den iPod. Ein Paukenschlag.

Es zeigte sich, dass mein Gefühl wohl gestimmt hat und nun gab es für mich keine Zeit mehr zu verlieren. Ich schrieb mir meinen eigenen Podcast-Webseiten-Generator (der läuft übrigens heute noch auf chaosradio.ccc.de). Gab ja nix. Und nebenbei grübelte ich, was für eine Sendung ich denn überhaupt machen wollen würde. Die große Formatfrage, die alle Podcaster-Neulinge quält.

Chaosradio war damals ganz mein Ding. Ich mochte nahezu alles daran: nerdige Themen, offene Struktur und eine halbwegs korrekte Länge (damals 3 Stunden mit den üblichen Unterbrechungen). Wechselnde Teams und ein lockerer Umgangston. Viel Spaß und Albernheiten, aber auch energische Gespräche über die Zeiten und Gott und die Welt.

Es war klar, dass ich rein technisch Chaosradio selbst natürlich als Podcast veröffentlichen wollte (damals lagen bestenfalls ein paar Mitschnitte auf einem FTP-Server), aber dann natürlich gleich als “Chaosradio Podcast Network”. Und dazu brauchte es natürlich noch eine Zweitsendung.

Den monatlichen Turnus durch eine häufiger erscheinende Sendung ergänzen, die dafür nicht so lange war. Das war meine Idee. Heraus kam die Art gestelzter Monolog für die man sich dann später ordentlich wegschämt. Aber man muss ja irgendwo anfangen.

Scheitern als Chance

chance3Als ich die erste Sendung aufgenommen hatte bin ich stolz in den CCC Berlin gelatscht und habe der versammelten Runde kurz vorgespielt, was ich da zusammengebastelt hatte. Die Blicke, die ich von den Umstehenden dafür erntete, lagen irgendwo zwischen offenem Mitleid und betretenen “da gibt’s bestimmt was von Radiopharm”-Hilfsangeboten. Doch davon merkte ich eigentlich nichts, denn die Kommentare reagierten mit meinem System in etwa so viel wie Neutrinos mit dem Erdkern. Ihr werdet schon noch merken, wohin die Reise geht, dachte ich mir. Außerdem ist das mit dem CCC und der Zukunft schon immer so eine Sache gewesen.

Die Sendung erschien vor genau 10 Jahren, am 22. November 2005. Schnell folgten weitere Ausgaben und ein Experiment jagte das andere. Schnell begriff ich, dass mir das monologische nicht liegt und dass ich im Dialog mit anderen meine Inhalte viel besser erarbeiten kann. Schon als Kind habe ich gerne erklärt aber noch viel mehr Spaß habe ich daran, mir eine Sache durch konsequentes Fragen maximal logisch zu zerlegen und zu erarbeiten. Die Testsendung mit Pavel war ein früher Wendepunkt und es war auch eine Sendung mit Pavel (über Extreme Programming), die ich im Nachgang als final formatbildend empfunden habe. Es dauerte also noch ein halbes Jahr bis ich begriff, was eigentlich mein Ding war, aber dann war der Drops, wie man so schön sagt, auch gelutscht.

Später habe ich dann noch mit dem Unfug aufgehört, Hintergrundmusik einzuspielen. Und irgendwann musste ich auch im Namen reflektieren, dass dieses Format sich von seiner ursprünglichen Idee, ein Ergänzung und Flankierung von Chaosradio zu sein, weit entfernt hat und sich zu einem ganz eigenständigen Wesen entwickelt hat. Daraus resultiert das heutige Stirnrunzeln, was neue Hörer bekommen, wenn sie das traditionelle Kürzel CRE auf die Themenwolke “Technik, Kultur, Gesellschaft” abbilden wollen. Aber so wie ich im Format meine Brüche stets einarbeitete so ist auch die Außenhaut. It’s exactly what it says on the tin.

Die Metaebene

Nachdem ich mit mobileMacs (später und noch heute: Freak Show) und Not Safe For Work langsam mein Portfolio erweiterte und ich dann später den Entschluss fällte, anderen Berufsoptionen auf Dauer zu entsagen, suchte ich nach einem Namen für das Große Ganze (TM).  Das war kein einfacher Prozess, zumal Benennungen für mich auch ein ganz persönlicher Fetisch sind.

Irgendwann fiel mir dann auf, dass ich eigentlich in all meinen Sendungen im Kern stets die Metaebene anstrebe: den Ort der maximalen Abstraktion, die einem erlaubt, alle Dinge einzuordnen und miteinander in Bezug zu setzen. Die Metaebene ist der Ort des Verständnis und der Einsicht, der ideale Treffpunkt für aufgeschlossene Menschen. The place to be.

In einer Wendung des Schicksals gelang es mir, den Twitter-Account @metaebene in einem damals noch möglichen Prozess einem Non-User zu entlocken und damit war die Sache klar. Nur der Besitzer von metaebene.de will bis heute nichts von mir wissen: alle meine Liebesbriefe blieben unerhört. Ich glaube, das wird nichts mit uns. Aber ehrlich gesagt finde ich metaebene.me auch viel cooler.

Wer mich kennt, kennt auch das lodernde Feuer, die Wortwitze in mir entfachen und dann auch noch mein Studio Metaebene zu nennen und aus der Metaebene zu senden halte ich immer noch für einen äußerst eleganten Schachzug. Für so ein selbstverliebte, egozentrische Rampensau wie mich kein unwichtiger Aspekt!

Die Zukunft™

Nun ist das alles also 10 Jahre her. Und irgendwie auch schon 11. Das ist für mich ein bemerkenswerter Zeitraum, weil ich eigentlich früher nach so einer Phase längst den Mantel gewechselt und mich anderen Dingen zugewendet habe. Ob die Programmierei oder Veranstaltungsorganisation. Irgendwann war es dann mal gut.

Das Senden allerdings ist sticky. Ihm liegt ein besonderer Zauber inne und es geht kaum was über diesen Moment, in dem man wieder eine neue Sendung ins Netz schubst und sich darauf freut, die Reaktionen darauf einzusammeln. Es ist mir auch immer noch nicht egal: schlechte Sendungen ärgern mich immer noch maßlos und grandiose Ausgaben drücken mir immer noch dieses Zeug ins Hirn, das danach alle anderen im Restaurant auch bestellen möchten. Senden ist geil.

Neue Initiativen haben es ermöglicht, das alles noch mehr auszuleben. Das Podlove-Projekt hat so technisch einiges angestossen und das Sendezentrum gestaltet den Raum für die Community. Dort habe ich ein paar grandiose Mitstreiter gefunden, die meine Sichtweisen (weitgehend) teilen und die zu wichtigen partners in crime geworden sind. Mit Euch macht das alles noch viel mehr Spaß als ohnehin schon.

Und daraus ist seitdem auch schon viel Schönes entstanden: eine Software Suite zum Publizieren von Podcasts, eine lebendiges Projekt, dem sich weitere großartige Leute angeschlossen haben und eine ebenso lebendige, vor Begeisterung für das Medium nur so überquellende Podcaster-Community, in der sich die Art von Leuten tummelt, die mich schon immer begeistert hat: Menschen mit Liebe zum Detail, Passion in ihrem Schaffen und die Kommunikation auf Augenhöhe betreiben. These guys can just walk in.

Ich werde also noch ein wenig weitermachen, wie es aussieht. Und ich hoffe, dass die Realitäten des Netzes und der Wahnsinn unserer Gesellschaft uns auch noch künftig den benötigten Rahmen bieten, diese Träume weiter auszuleben.

Ich denke auch, dass wir Podcaster etwas beitragen können zur Gesellschaft. Wir sind vielleicht nicht gemacht für den Mainstream und die richtje dicke Kohle hat hier nie eener jesehn. Aber hier haben alle den Herz am richtigen Fleck, ein gerüttelt Maß an Verstand und ausreichend Visionen, um jede Woche zum Arzt gehen zu können. Und wir erreichen einen ausgesprochen wertvollen und interessanten Teil unserer Gesellschaft, mit der man nicht nur Pferde stehlen könnte sondern der eigentlich auch sonst für jeden Scheiß zu haben ist. Ganz mein Geschmack. Verdammt guter Kuchen!

Don’t Believe The Hype

Ich war immer davon überzeugt, dass Podcasting irgendwann noch mal groß raus kommt, aber irgendwie ist es mir jetzt, wo es sich auch schon so anfühlt, dass es bald losgeht, auch schon wieder egal. Der Hauptstrom war schon immer langweilig und ich scheiß irgendwie drauf. Denn es ist nicht wichtig.

Wichtig sind ganz andere Dinge und dazu gehört vor allem, mit sich selbst und am besten Fall auch mit allem anderen im Reinen zu sein. Wichtig ist, sich mit interessanten Menschen zu umgeben und über relevante Dinge zu sprechen. Wichtig ist, die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser gemacht zu haben und Teil der Lösung und nicht Teil des Problems zu sein.

Erfolg ist manchmal schön und oft eine Droge. Man kann sich das auch mal länger reinpfeiffen aber irgendwann muss man auch mal den Hahn zu drehen sonst stellen sich Persönlichkeitsveränderungen ein, die einem auch nicht weiterhelfen. Da ist schon der eine oder andere dran zerbrochen.

Von daher halte ich mich jetzt auch zurück mit epischen Zukunftsausblicken und langweiligen Standpauken über das “Radio der Zukunft” und was einem nicht sonst auf laufenden Meter so abgefragt wird.

Personal Media

Die Metaebene heißt übrigens vollständig: “Metaebene Personal Media”. Der Begriff “Personal Media” ist lustigerweise nicht sonderlich präsent in der öffentlichen Diskussion. Man spricht zwar über Podcasts, aber meist nur im Kontext und im Vergleich mit Radio und Fernsehen.

Personal Media ist auch weniger Medienformat als mehr eine Form der Kommunikation. Es ist eher eine Ergänzung des Küchengesprächs und des privaten Telefonats als eine Antithese zu den etablierten Geisteskrankheiten der Medienwelt. Es ist mehr der mediale Charakter, der die persönliche Sphäre erobert als andersherum. Es ist ein andere Art, normale Kommunikation zu betreiben, die ihre Anleihen aus dem zieht, was wir über die Jahrzehnte in den Massenmedien beobachten durften. Aber nicht alles, was wir da sehen hat uns gefallen und das wenigste war hilfreich für verbindliche, ehrliche Kommunikation.

Vielleicht überhöhe ich das jetzt auch alles ein wenig, aber wenn ich so darüber nachdenke, erklären sich aus dieser Sichtweise viele Phänomene und Wirkweisen, die ich im Podcasting kennengelernt habe. Wer einmal seinen Zeh in den Podcastteich gehalten hat, wird sich schon gewundert haben über die so krass anderen Umgangsformen, den Mangel an Haterkultur und das hohe Maß an gegenseitiger Unterstützung und Spaß an Kollaboration. Ich denke, dass vieles auch damit zu tun hat, dass Leute das “Persönliche Medium” sehr viel tiefer in ihre private Sphäre (nicht unbedingt in ihre Privatsphäre) einsinken lassen und dort auf eine viel intimere, vertraulichere Art und Weise Kontakt zu sich aufnehmen lassen.

Podcasts sind das Radio der privaten Kommunikation.

Danke

10 Jahre Metaebene. Das ist schon mal was. Gute Gelegenheit, sich bei ein paar Leuten zu bedanken.

Ich habe mich schon oft bei meinen Hörer/innen bedankt und tue das auch hier wieder. Ihr ward entscheidend für den Schritt, die Metaebene auch ganz konkret ins Leben zu rufen und dafür, dass es sie noch gibt. Ohne Empfänger kein Sender.

Einen besonderen Dank habe ich auch noch an einige, die mir auf die eine oder andere Art eine ganz besondere Hilfe waren in der letzten Dekade. Mal mit kleinen, mal mit großen Dingen. Ihr wisst schon, warum: Mark Fonseca Rendeiro, Richard Bluestein, Dave Winer, Pavel Mayer, Johnny Haeusler, Max Winde, Holger Klein, Denis Ahrens, John-Paul “hukl” Bader, Clemens Schrimpe, Ruotger “Roddi” Deecke, Linus Neumann, Henning Krause, Andreas Schepers, Christian Scheifl, Philip Banse, Michael Sonnabend, Gregor Sedlag, Martin Pittenauer, Eric Teubert, Juri Leino, Alexandra von Criegern, Georg Holzmann, Verena Hafner, Sven Sedivy, Simon Waldherr, Ralf Stockmann, Claudia Krell, Dennis Morhardt, Alexander Lüken, Benjamin Zimmer, Max von Malotki, Frank Rosengart, Markus Beckedahl, Andre Meister, Thomas Lohninger, Marcus Richter, Evita Bley, Tina “Trilly” Bartel, David Scribane, Arne Bense, Florian Erlbeck, Renke Bruhn, Sebastian Fiebrig, Stefanie Fiebrig, Michael “Papillon” Gerdes, Lars “Der Pupe” Hohl, Daniel Lindenfelser, Heiko Panjas, Timm Kekeritz, Stephan Maka, Moritz Metz, Katrin Rönicke, Christoph Lobmeyer, Christopher Schirner, Martin Hering, Gerrit van Aaken.

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October 11 2015

6. Podlove Podcaster Workshop in Berlin am 13.-15. November 2015 #ppw15b

In gut einem Monat findet der 6. Podlove Podcaster Workshop statt. Wir sind wieder in den Räumen von Wikimedia Deutschland zu Gast, die für unsere Bedürfnisse ideal sind.

Ppw15b banner

Die Registrierung ist schon seit einiger Zeit online und ich kann allen nur raten, sich möglichst bald anzumelden, da es erfahrungsgemäß auf den letzten Metern dann doch knapp wird. Die Kosten decken wie gewohnt primär die Vollverpflegung auf der Veranstaltung, wir bieten aber wie gewohnt auch ermäßigte Preise für diejenigen, die überall sparen müssen.

Der Workshop bietet eine Reihe von Vorträgen über wichtige Entwicklungen in der Podcast-Landschaft (jeweils vormittags) und ein umfangreiches, selbstorganisiertes Barcamp mit Workshops, Vorträgen und Diskussionen aller Teilnehmer (am Nachmittag).

Die Räume sind ab Freitag nachmittag ab 14 Uhr geöffnet (zur Registrierung), um 16 Uhr beginnt die Begrüßungs- und Vorstellungsrunde. Danach gibt es Vorträge und Abendprogramm.

Samstag und Sonntag beginnen jeweils nach dem Frühstück mit Vortragsprogramm am Vormittag und offenen Sessions am Nachmittag. Nach dem Abendesssen gibt es am Samstag dann noch lustiges Abendprogramm.

Hashtag: #ppw15b

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September 27 2015

5.10.15: Hörertreffen in Saarbrücken

Die nächste Woche führt es mich ausnahmsweise mal ins Saarland (da war ich noch nie) und daher rufe ich für den Montag, den 5.10 ein Hörertreffen in Saarbrücken aus.

Ort muss noch gefunden werden, da setze ich auf Eure Hilfe. Die üblichen Anforderungen für einen guten Ort habe ich hier zusammengefasst. Ich werde wie immer kaum Gelegenheit haben, mich selbst zu kümmern, daher wäre ich dankbar, wenn sich jemand findet, einen passenden Ort anfragt (also am besten gleich mal anrufen, ob sich noch was reservieren lässt) und ggf. gleich schon mal reserviert. Bei mehr als einer Reservierung lässt sich das ja auch noch absagen.

Wichtig ist natürlich immer die Teilnehmerzahl, daher bitte ich hier um möglichst kurzfristige Bekanntgabe mit der bewährten “+1” Technik. So lässt sich abschätzen, wie groß der Andrang wirklich ist.

Update: Wir treffen uns ab 19 Uhr im ORO Bar & Restaurant (Sankt-Johanner-Markt 7, 66111 Saarbrücken), dort ist ein Raum für uns reserviert.

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July 09 2015

The first ever image taken from the martian surface from the Soviet Mars 3 probe, 2 December 1971.
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July 08 2015

NASA’s New Horizons: A “Heart” from Pluto as Flyby Begins

This image of Pluto from New Horizons’ Long Range Reconnaissance Imager (LORRI) was received on July 8, and has been combined with lower-resolution color information from the Ralph instrument.

After a more than nine-year, three-billion-mile journey to Pluto, it’s show time for NASA’s New Horizons spacecraft, as the flyby sequence of science observations is officially underway.

In the early morning hours of July 8, mission scientists received this new view of Pluto—the most detailed yet returned by the Long Range Reconnaissance Imager (LORRI) aboard New Horizons. The image was taken on July 7, when the spacecraft was just under 5 million miles (8 million kilometers) from Pluto, and is the first to be received since the July 4 anomaly that sent the spacecraft into safe mode.
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Stuff In Space

A realtime 3D map of objects in Earth orbit.

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Frank R. Paul: Life on Pluto (Feb 1940)
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July 07 2015

Bloody Europa!
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N1 rocket, USSR.
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Glitch-B-Gone: All Systems Go for New Horizons' Final Approach to Pluto by Alan Boyle, NBC News, Jul 6 2015, 7:12 pm ET

As NASA's New Horizons spacecraft enters the home stretch for its historic July 14 flyby past Pluto, the mission's managers say the glitch that briefly knocked the spacecraft offline over the Fourth of July weekend will never happen again.

If anything goes wrong between now and July 14, the probe's computer is programmed to reboot itself and pick up where it left off.

"Just like resetting your computer at home," Glen Fountain, the $728 million mission's project manager at Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, told reporters during a Monday teleconference.

Fountain and New Horizons' principal investigator, Alan Stern of the Southwest Research Institute, explained why the piano-sized spacecraft hit a "speed bump" on Saturday.

The fault occurred when New Horizons' primary computer was compressing previously acquired image data for more efficient storage on a recorder, at the same time that it was loading the detailed command sequence for the flyby.

"The computer was trying to do these two things at the same time, and the two were more than the processor could handle at one time, so the processor said, 'I'm overloaded,'" Fountain said. That triggered protective software that shut down communications with Earth, switched operations from the primary to the backup computer, and then re-established communications about an hour later in safe mode.

Fountain said that it only took about 15 minutes to diagnose the problem once contact was re-established. He said the image data that was being compressed over the weekend was richer than the "test pattern" data that was used for earlier simulations — and that probably contributed to the computer overload.

"These two events will not happen concurrently again," he said.

The process of restoring normal operations and getting back to gathering scientific observations has taken a couple of days, and there are a couple of reasons for that.

Firstly, the spacecraft is nearly 3 billion miles (5 billion kilometers) away. That means it takes 4.5 hours for signals to be sent to the spacecraft at the speed of light, and another 4.5 hours for the spacecraft to send back a response. Secondly, Stern said the team decided to concentrate on spacecraft recovery rather than trying to make the observations that had been scheduled for Sunday and Monday — in his words, to "focus on the cake and not worry too much about the icing."

About 30 observations went by the wayside, out of a total of 496 that had been scheduled to take place starting Saturday and going all the way out past the flyby. None of the mission's high-priority observations will be lost, Stern said.

Stern said the team had weathered nine safe-mode episodes during the nine years since New Horizons' launch, "so we've been in a familiar circumstance a number of times before."

"I probably should tell you I'm more nervous, but I'm not," he said.

New Horizons is currently less than 5.6 million miles (9 million kilometers) from Pluto and closing in at 30,000 mph (50,000 kilometers per hour). On Tuesday, the spacecraft is scheduled to begin a pre-programmed observational campaign for the encounter that will last until two days after the flyby.

During the time that New Horizons is in encounter mode, it won't go into safe mode if the computer encounters a problem. Instead, it will reboot and return to the pre-programmed time line. If the computer fails to execute a high-priority observational task due to a glitch, it will try again. "We make sure that if one trips, we have a backup," Stern said.

Stern noted that the July 14 flyby will take place on the 50th anniversary of the Mariner 4 probe's first successful flyby of Mars. "We will collect approximately 5,000 times as much data as Mariner 4, and for a first flyby reconnaissance, we're gonna knock your socks off," he promised.

Most of the data will be stored in the spacecraft's 128 gigabits of flash memory until after the encounter, and then sent back at an average rate of 2,000 bits per second. It'll take 16 months to transmit everything, Stern said.

"You've got to really be into delayed gratification if you want to be on this mission," he said.

After the teleconference, NASA released new pictures of Pluto that were based on data sent back between July 1 and 3, just before the glitch hit. The images show a swath of dark terrain around Pluto's midsection, breaking into what appears to be a series of regularly spaced dark spots.

"This object is unlike any other that we have observed," Stern said. "While Pluto has some similarities to Triton [Neptune's largest moon], it is not Triton. It looks like it has a much more complicated story to tell us."
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July 06 2015


New Horizons Returns to Science Ops July 7
A “Hard to Detect Timing Flaw” (a.k.a. "Leap Second") Found as the Cause of Safe Mode


This just in from NASA.gov:

"NASA’s New Horizons mission is returning to normal science operations after a July 4 anomaly and remains on track for its July 14 flyby of Pluto.

The investigation into the anomaly that caused New Horizons to enter “safe mode” on July 4 has concluded that no hardware or software fault occurred on the spacecraft. The underlying cause of the incident was a hard-to-detect timing flaw in the spacecraft command sequence that occurred during an operation to prepare for the close flyby. No similar operations are planned for the remainder of the Pluto encounter.

“I’m pleased that our mission team quickly identified the problem and assured the health of the spacecraft,” said Jim Green, NASA’s Director of Planetary Science. “Now – with Pluto in our sights – we’re on the verge of returning to normal operations and going for the gold.” 

Preparations are ongoing to resume the originally planned science operations on July 7 and to conduct the entire close flyby sequence as planned. The mission science team and principal investigator have concluded that the science observations lost during the anomaly recovery do not affect any primary objectives of the mission, with a minimal effect on lesser objectives. “In terms of science, it won’t change an A-plus even into an A,” said New Horizons Principal Investigator Alan Stern of the Southwest Research Institute, Boulder.

Adding to the challenge of recovery is the spacecraft’s extreme distance from Earth. New Horizons is almost 3 billion miles away, where radio signals, even traveling at light speed, need 4.5 hours to reach home. Two-way communication between the spacecraft and its operators requires a nine-hour round trip."
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July 05 2015

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New Horizons’ trajectory and timeline for its July 14th 2015 encounter with Pluto.

(Update on July 04 collision with alien matter / safe mode situation: "Teeny signal occasionally wafts from @NewHorizons2015. Start praying!")
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9 days to Pluto: New Horizons talking again.
(Canberra Station DSS-43)
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A Sunny Day
(by the Solar Dynamics Observatory. Featured as one of the finest images on the English Wikipedia.)
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